Ostern 2015 Update

Moin Moin,

nach dem es zuletzt sehr ruhig war hier, nun mal wieder ein kleines Update.

Rohbau

Der Rohbau meiner Segment geht langsam aber sicher voran. Vor ein paar Wochen baute ich noch das Segment C als Anbau auf der rechten Seite fertig und integrierte dieses in die Anlage. Nun habe ich mit den ersten drei Segmenten (fast) den gesamten sichtbaren Bereich aufgebaut. Fehlt nur noch für die Zukunft mein kleiner Schattenbahnhof und dessen Zufahrt.

Einfahrt Bahnhof
Einfahrt Bahnhof

Gleisbau

Der Großteil der Zeit im März ging vor allem für die Fertigstellung des Rohbau des Gleisfeldes des Bahnhofs drauf. Neben den üblichen Arbeiten wie Umbauen der Weichen und Vorbereiten der Antriebe ist auch schon ein großer Teil der Verkabelung fertiggestellt. Rechtzeitig vor Ostern konnte so auch schon eine kleine Abnahme der  ersten Digital Module und Rückmelder vorgenommen werden. Ich war sehr zufrieden, alles funktionierte auf Anhieb und ohne Kurzschluss. Nur ein kleiner, nicht zu sehender Kupferdraht lag zwischendurch mal quer auf den Schienen, fast hätte ich deswegen meine ganze Verkabelungsaktion rekapitulieren müssen, zum Glück fand ich den Quälgeist schnell.

Die nächsten Wochen werden wohl noch einige Kabel verlegt werden müssen, nächstes Etappenziel ist nun die Fertigstellung der Digital Verkabelung im Bahnhof. Dazu kommt noch mindestens ein Signaldecoder und einige Signale im Einfahrtsbereich des Bahnhofs.

Fertiges Gleisfeld
Fertiges Gleisfeld

Servos und UB 67810

Für die restlichen Weichen wollte ich dieses Mal nicht ganz so tief in die Tasche greifen wie bei den Antrieben von MBTronik, also habe ich mir dieses Mal einen Uhlenbrock 67810 zugelegt. Ursprünglich sollte es ein ESU SwitchPilot werden, aber da ich schon einige UB Komponenten besitze, kam halt dieses Modul zum Zug.

Der Baustein selbst ist schön kompakt und übersichtlich, aber es gibt auch ein paar deutliche Kritikpunkte:

  1. Die Dokumentation ist sehr, sagen wir mal, schlicht. Es fehlen mir persönlich vor allem die Pin Belegungen der Stecker. Weder der Digitalstrom Anschluss, noch die Schaltbausteine sind markiert, beschriftet oder beschrieben. Nur der Anschluss des Trafos ist ja unproblematisch, da ich ausschließlich Wechselstrom Trafos verwende.
  2. Die Programmierung ist sehr knifflig und einige Einstellungen lassen sich nur das direkte Programmieren an einer Zentrale einstellen.

Trotz alle Widerstände sind inzwischen alle vier Servo eingerichtet und betriebsbereit. Muss ich mir nur noch Gedanken um den Einbau machen.

Ich möchte aber gerne ein paar Tatsachen teilen, die mir bei der Recherche und bei den Einbauarbeiten aufgefallen sind:

  • Belegung
    67810
    67810

    1 Digitalstrom
    2 Servos, immer Masse (schwarzes Kabel) nach rechts von vorne ausgesehen
    3 Trafo, mindestens 16V 50A, Wechselstrom, schwächere Trafos könnten dazu führen, dass die Servos nicht schalten
    4 Schalter, Herzstückpolarisation: die beiden äußeren Anschlüsse sind die beiden verschiedenen Pole, z.B. von der Weiche von den Außenschienen abnehmen, man kann aber auch direkt die Digitalspannung anlegen, der mittlere Anschluss ist der Ausgang, der geht dann z.B. an das Herzstück

  • Der Trafo sollte mindestens 16 V und 50 A haben, besser noch 70 A, es könnte sonst sein, dass die Servos nicht schalten
  • Die Stecker aus Plastik am Besten wegwerfen, die Kabel direkt an die Anschlüsse löten, bei den Schaltanschlüssen (Lüsterklemmen) Stecker verwenden, um diese noch bei Bedarf „drehen“ zu können
  • Man muss nicht die teuren Servo von UB oder ESU nehmen, es gibt auch sehr gute von Conrad, mein Tipp: HS-311 Standard, Nachteil der Nicht Modellbahn Servo: es gibt keine gute Befestigungsmöglichkeit, hier muss man etwas basteln, der Standard Servo von UB hat zwei Bügel im Beutel, mit den man den Servo prima unter der Anlage befestigen kann (genau so z.B. die Servos von MBTronik)
  • Für das Lesen und Schreiben der CV’s MUSS der Decoder an das Programmiergleis angeschlossen werden UND der Trafo MUSS getrennt werden

Gleiswendel, nicht 100% zufrieden

Die Ostertage nutzte ich dann mal, um meinen gesamten Fuhrpark (neu ist eine Ge 6/6 II 705) mal über die existierenden Gleise und den Wendel zu schicken.

Fast alle Loks durchfuhren den Wendel ohne Probleme, nur bei drei Modellen gab es mal wieder Probleme. Ich war schon wieder echt am Zweifeln, aber immer mehr beschleicht mich das Gefühl, dass einige BEMO Loks nur auf 100% sauber verlegten Gleisen ihre Runden drehen.

Problem Kind 1 (ABe 4/4 51)

Mein Triebwagen machte schon auf der alten Anlage immer wieder Probleme, und auch im neuen Gleiswendel entgleiste die das gute Stück wieder an einer Stelle. Da alle anderen Loks dort keine Probleme haben, war ich schon kurz davor, den Triebwagen bei EBAY zu veräußern.

Doch so richtig Ruhe lies mir das nicht und ich schaute mehrfach genau hin und prüfte, warum der Triebwagen in Steigungen, aber auch in Weichen immer wieder solche Probleme hat(te).

Was soll ich sagen, es lag schlicht und ergreifend an den angebauten Bahnräumern am Gehäuse. Diese haben zwar eine Öffnung für die Kupplungen der Drehgestelle, nur sorgten die Räumer dafür, dass sich die Drehgestelle nicht richtig bewegen konnten. Die Kupplungen wurden regelrecht nach oben gedrückt und durch die Reibungen bewegten sich die Drehgestelle nur schwer. Es ging sogar soweit, dass sich das Drehgestell mit der Kupplung förmlich verhakte am Räumer, so das der Triebwagen zwangsläufig aus den Gleisen sprang.

Mit abgenommen Räumern fährt der TW ohne Probleme, die optische Beeinträchtigung nehme ich dafür gerne in Kauf.

Problem Kind 2 (Ge 4/4 III)

Ein weiteres Sorgenkind bleiben meine Ge 4/4 III. Diese sind auch sehr empfindlich, wenn es um Wellen im Gleis geht. Selbst kleinste Unebenheiten, die man mit dem Auge nicht wahrnimmt und auch mit den Fingern nicht zu erspüren sind, können einem diese Loks krumm nehmen. Hier hilft es nur, die Stellen zu finden (man sieht mit dem Auge Gott sei Dank gut, wo die Probleme auftreten) und diese am Besten mit Stellschrauben zu fixieren. Da es sich um einen verdeckten Teil der Anlage handelt, stören mich die Schraube nicht weiter. Das Problem trat vor allem beim Betrieb als Zuglok eines GEX auf.

Testfahrten
Testfahrten

Das Problem wurde wohl durch eine kleine Unebenheit im Kunststoff des Bettungsgleises ausgelöst, nur mit entsprechenden Anpressdruck (Schrauben), schaffte ich es diese zu beheben.

Problem Kind 3 (Ge 6/6 II)

Ein weiterer, sehr empfindlicher Vertreter ist mein neuester Zugang, eine Ge 6/6 II. Hier kommen gleich zwei Probleme zum Tragen:

  • die Lok verfügt ja über ein zusätzliches Drehgestell in der Mitte, welches sich auf einer Achse aus Metall hin und her bewegen kann (und nach oben und unten)
    Genau dieses Teil sorgt aber an etwas „unrunden“ Stellen dafür, das die Lok einfach steckenbleibt und die Antriebsräder durchdrehen.
  • die Lok hat, wie bei BEMO üblich, keine Haftreifen. Das führt aber dazu, dass sie als einzige Lok Probleme mit dem 3% Anstieg in meinen Wendel hat.

Für das erste Phänomen war ich lange am Rätseln, da dies nur bei dieser Lok auftrat und ich erst einmal keine Ursache ermitteln konnte. Das Einzige, was mir nach einigem „Sehen“ auffiel war, dass an den Verbindungsstellen der Bettungsgleisen leichte Stöße entstanden. Hier war auch wieder, so ähnlich wie bei Problemkind Nummer 2, wohl das nicht ganz aufliegende Gleis schuld. Bei einigen der Bettungsgleise war es definitiv durch leichte Verformungen am PVC so, dass diese nicht 100% lückenlos aufliegen. Das reichte aber schon, um einige Lokomotiven vom richtigen Weg abzuhalten.

Die Lösung hierfür war, dass ich sämtliche Bettungsgleise an der Verbindung mit 2 Schrauben an die Grundplatte presse. Durch die Schrauben kann ich auch jederzeit einige Stöße der Gleise selbst korrigieren, so das die Übergänge flach liegen.

Nach intensiven Testfahrten scheint nun aber Licht am Ende des Tunnels zu sein, aber so richtig befriedigend ist das Alles nicht. Ich werde mir auf jeden Fall die Ge 6/6 II noch einmal zur Brust nehmen und mir ebenfalls die Option offen lassen, die Bettungsgleise durch andere Gleise zu ersetzen. Liebäugeln tue ich mit den passenden TT Modellgleisen, die kann ich wie gehabt per Nagel direkt am Trassenbrett befestigen. Die Zeit wird weitere Ideen liefern…

Fakt ist aber auch, dass ich mir den Zugang zum Wendel nicht verbauen darf, auch hier sind bereits einige Überlegungen am Laufen, es wird wohl aber auf einen abnehmbaren Geländeteil hinauslaufen.

Eine Antwort auf “Ostern 2015 Update”

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.