Digitaler Start: Adresse und Programmierung

In meinem letzten Blogeintrag hatte ich angefangen, die digitale Steuerung der Modellbahn zu erklären aus Sicht eines Neueinsteigers in das Thema.

Heute möchte ich damit fortfahren, aber zuerst noch zwei wichtige Ergänzungen:

Chaos vermeiden

Ich hatte zuletzt ausgeführt, das in der digitalen Welt Signale von einer Zentrale über den Datenbus an die Empfänger geschickt werden. Nun stellt sich natürlich die Frage, woher der Empfänger weiß, daß ein Signal für Ihn gedacht ist? Ganz einfach, jeder Empfänger (z.B. ein Lok Decoder) hat ein eindeutige Adresse. Die Zentrale schickt das Signal an alle im Datenbus, aber das Signal enthält als Info immer die Empfänger Adresse. Dadurch wird bei einem Befehl „Lok fahre los“ auch nur die Lok losfahren, die vorher in der Zentrale ausgewählt wird.

Viele Digital-Zentralen bieten die Speicherung der (komplexen) Adressen mit einem besser lesbaren Wert, z.B. „E-LOK 145 Rot“. Dies nennt man in der Regel virtuelle Lokadressen.

Bei der Beschaffung der Geräte sollte man also immer darauf achten, das es kein all zu große Einschränkung bei der Verwendung der Adressen gibt (oft werden diese künstlich beschränkt. z.B. 50, 100 Adressen verwendbar etc.).

Programmierung

Oft hört man auch davon, daß man Programmieren muss. Ähm, wie bitte, muss ich jetzt Informatik studieren, um eine Lok digital zum Fahren zu bekommen? Nein!

Da die Lokomotiven von Werk aus auf eine Adresse eingestellt sind (oder der nachträglich eingebaute Decoder), muss diesem einmalig eine eindeutige Adresse zugewiesen werden. In der Regel ist das eine Nummer von 1 bis 9999. Man sollte sich also eine Übersicht anlegen, welche Lok welche Nummer hat. Glücklich der ist, der eine Zentrale mit virtuellen Lokadressen hat. Nutzt man einen Computer, kann der diese verwalten.

Programmieren heißt im einfachsten Fall also, daß man der neuen Lok oder dem neuen Dekoder (oder andere Geräte) eine neue Adresse gibt.

Die Zentralen und Regler besitzen oft auch Funktionstasten (F1..Fn). Dies kann man auch pro Dekoder/Empfänger auf eine Funktion zuweisen. Sprich, wähle ich ein Lok aus, drücke z.B. „F2“ und habe dort die Funktion „Licht an“ ausgewählt, sollte bei meiner Lok das Licht angehen. Die Funktionen sind in der Regel in den Unterlagen zu den Decodern erläutert, auch welche „Daten“ ich beim Programmieren eingeben muss.

Die typische Programmierung kann dabei so aussehen:

  • Lok-Decoder bekommt Adresse 10
  • Funktion „Licht ein“ wird F1 zugewiesen für Adresse 10
  • Funktion „Licht aus“ wird F2 zugewiesen für Adresse 10
  • Funktion „Fahre vorwärts“ wird Steuerpult 1 zugewiesen für Adresse 10
  • Funktion „Fahre rückwärts“ wird Steuerpult 2 zugewiesen für Adresse 10

Für das Programmieren der Geräte empfiehlt es sich, einen ausrangierten Laptop zu verwenden (erwerben) und diesen mit der Zentrale zu verbinden.

Ich greife hier schon ein wenig vor, aber im nächsten Teil geht es dann endlich um die Komponenten und die Preise, versprochen!

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