Automatik, Blöcke und Rückmelder

Die letzten Tage bin ich endlich mal dazu gekommen, den ersten Teil meines Schattenbahnhofs in Rocrail zu erfassen und ein wenig mit der automatischen Steuerung zu experimentieren.

Generell funktioniert das auch, aber leider habe ich ein Problem gefunden, was ich vor dem Bau gar nicht im Sinne haben konnte.

Das Problem ergibt sich aus der Tatsache, wie die Rückmelder mit Besetztanzeige von LDT arbeiten. Erst wenn die Lok mit allen Achsen auf dem isolierten Bereich steht, wird die Besetztanzeige ausgelöst. So wie ich aber im Moment die Bereiche verlegt habe, ist der folgende Bremsweg (oder auch „menschliche Hand Reaktion zum Bremsen Weg“) viel zu kurz, so das die Loks viel zu spät zum stehen kommen. Auch bei der automatischen Blocksteuerung tritt das Problem auf.

Um das (ärgerliche) Problem zu beheben, hilft es nur, die Rückmelder Bereiche weiter nach „hinten“ zu verlegen, um einen genügenden Bremsweg zu erreichen.

Anpassungen Rückmelder
Anpassungen Rückmelder

Laut meinen Tests (natürlich abhängig von der maximalen Loklänge und Geschwindigkeit) bewährt sich wohl folgendes:

  • Gleislänge Rückmelder Bereich mindestens 20 cm
  • Vor dem Rückmelder Gleisabschnitt weitere mindestens 20 cm Bremsweg

Letzteren kann man auch größer wählen, bei guter Software zur Steuerung kann man nämlich „Reaktionszeiten“ definieren und so den Bremsweg künstlich verlängern. Gerade ich mit meinen Segmentübergängen profitiere von einem solchen Feature.

Um den Bremsweg und die Verzögerung zu ermitteln, hilft dann nur Testen, Testen und nochmals Testen.

Wenn man später auch mal mit der Hand steuern möchte, sollte auch daran denken, das die Auge Hand Koordination langsamer ist als der Rechner, ein wenig mehr Bremsweg kann dann auch nicht schaden.

Die folgende Grafik zeigt auch noch einmal das Prinzip eines „Blocks„. Der Block hat in der Regel (in einem Bahnhof) zwei Rückmelder. Einen für die Einfahrt und einen für die Ausfahrt (was auch das Ziel einer Fahrt sein kann).

Prinzip Block
Prinzip Block

Der erste Block meldet dem Rechner ein sogenanntes ENTER (Zug fährt in den Block ein). In meinen Schattenbahnhof habe ich noch zusätzlich definiert, das hier dann auch das Tempo auf 10% von VMax reduziert wird (verkürzt einen späteren Bremsweg enorm).

Am zweiten Rückmelder wird dann im Rechner ein IN definiert, sprich der Zug hat den Block besetzt. Wenn der Block das Ziel der Fahrt ist (Stop Event), wird das Tempo dann logischerweise auf 0% von VMax gesetzt. Ansonsten wird bei einer Durchfahrt wie bei der Einfahrt das Tempo auf 10% von VMax gehalten.

Nach dem Stop muss die Lok aber noch anhalten, diesen Bremsweg muss man also immer mit einkalkulieren beim Planen, das ist mir nun klar geworden.

Auf freier Strecke genügt übrigens ein Rückmelder für einen Block, da wir ja keine Halte Manöver fahren wollen (zu mindestens nicht beabsichtigt).

Wenn ich meine Probleme alle ausgeräumt habe und ich mit der Rocrail Steuerung mal besser klar komme (die ist im Moment zusätzlich noch ein wenig zickig), werde ich die Sachen noch einmal besser darlegen. Ich überlege gerade übrigens auf iTrain umzusteigen, das wird neben der Bastelei demnächst mal genauer geprüft.

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