{"id":693,"date":"2013-11-01T22:50:54","date_gmt":"2013-11-01T22:50:54","guid":{"rendered":"http:\/\/rhbblog.sven-bobrowski.de\/?p=693"},"modified":"2020-04-03T13:09:50","modified_gmt":"2020-04-03T13:09:50","slug":"gleisbau-und-digitale-elektronik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/?p=693","title":{"rendered":"Gleisbau und digitale Elektronik"},"content":{"rendered":"<p>Seit ein paar Wochen bin ich nun dabei, den geteilten Schattenbahnhof (3 Gleise und 2 Gleise) aufzubauen. In Folge dessen musste ich mich mit vielen neuen Dingen besch\u00e4ftigen. Und wenn man Alles zum ersten Mal macht, ist viel Recherche und einiges an Ausdauer notwendig.<\/p>\n<h1>Gleissystem und Unterbau<\/h1>\n<p>Fangen wir mal mit dem Gleisbau an. Ich hatte mich fr\u00fch entschieden, ausschlie\u00dflich das PECO Code 75 Gleissystem zu verwenden. Die Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut. Ein Aufbau nur mit Flexgleis ist zwar sehr zeitraubend, das Ergebnis ist aber um so sch\u00f6ner. Warum? Man kann egal wo die Gleisgeometrie selbst gestalten. Denn oft muss man anders bauen als geplant, und das ist nun mal ein flexibles Gleis deutlich besser zu verarbeiten.\u00a0Generell muss ich sagen, dass das PECO Flexgleis gut zu verarbeiten ist. Es ist robust, macht fast alle Verbiegungen mit und kann auch mal mit etwas &#8222;Gewalt&#8220; zu seinem Gl\u00fcck gezwungen werden. Und das optische Bild begeistert mich immer wieder, auch wenn es vielleicht nicht 100% RhB vorbildlich ist.<\/p>\n<p><strong>Kurz zu meiner Technik:<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Grundplatte oder die Trassen Bretter (5 mm Sperrholz) kommt immer eine Schicht Kork (auch 5 mm). Da ich Gleise generell nur verklebe, reicht das 5 mm Sperrholz als stabile Unterlage. Beim &#8222;Vernageln&#8220; w\u00fcrde es wohl \u00f6fters brechen. Sollte es mal n\u00f6tig sein ein Gleis zu fixieren, nehme ich kleine Holzschrauben und bohre die L\u00f6cher vor. Das ist stabil und geht auch bei 5 mm Sperrholz. Als Kleber nehme ich UHU Kraft Kleber. F\u00fcr das Kork geht auch UHU Bastel Kleber. Die Gleise lassen sich \u00fcbrigens dadurch auch noch eine Weile korrigieren, zum Fixieren nehme ich dann Pin Nadeln, die gibt es im jeden Supermarkt. Der Plan wurde wie ja schon einmal <a href=\"http:\/\/rhbblog.sven-bobrowski.de\/?p=648\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">beschrieben<\/a> vorher auf das Kork Bett \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Die Radien beim Biegen ergeben sich aus der Vorlage. Ich nehme da kein spezielles Werkzeug. K\u00f6nnte man machen, geht aber auch prima so. Nur ein Tipp daf\u00fcr: immer die Kurven <strong>komplett<\/strong> in einem Rutsch bauen. Eine nachtr\u00e4gliche Korrektur ist nach dem H\u00e4rten des Klebers echt m\u00fchsam. Und bei Richtungswechseln in engen Radien ruhig einen der der <a href=\"http:\/\/www.digitalzentrale.de\/detail.php?sess=2t9s3hruv8ve70clasn79hpm13&amp;art_id=146&amp;abt=2&amp;itemgr=399\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Segment \u00dcberg\u00e4nge<\/a> &#8222;missbrauchen&#8220;, das sorgt f\u00fcr vern\u00fcnftige \u00dcberg\u00e4nge.<\/p>\n<p>An den Segment \u00dcberg\u00e4ngen und wie gerade erw\u00e4hnt bei Richtungswechseln in engeren Radien habe ich die obigen Modul \u00dcberg\u00e4nge mit 4 Schwellen f\u00fcr H0m verwendet. Ich habe diese aber &#8222;geteilt&#8220;, also 2 Schwellen pro Seite (ein guter Seitenschneider ist dein Freund). Das reicht f\u00fcr meine Zwecke vollkommen aus, mehr Fixpunkte sind eigentlich nicht notwendig. Am Gleis selbst muss man nat\u00fcrlich das Schwellen Band entfernen, man kann in sichtbaren Bereichen sp\u00e4ter die Schwellen wieder &#8222;nachkleben&#8220;. Die Gleis Profile (bei PECO zum Gl\u00fcck aus Neusilber) werden dann an die Kupferschicht der Platten direkt verl\u00f6tet, auf beiden Seiten pro Gleis also 2 Fixpunkte. Das h\u00e4lt bombenfest! Die Trennung der Schienen an den Segment \u00dcberg\u00e4ngen erfolgt dann mit dem Trenn Schleifer. Genau daf\u00fcr liebe ich meinen <a href=\"http:\/\/www.voelkner.de\/products\/18738\/Feinbohrschleifer-Proxxon-FBS-240-E.html?WT.mc_id=googlebase&amp;utm_source=google&amp;utm_medium=base&amp;utm_campaign=C78236\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Proxxon Schleifer<\/a>.<\/p>\n<p>Zum Zurechtschneiden der Gleise trennen ich diese ebenfalls mit dem Proxxon Schleifer. Sollte der Schnitt etwas schief sein oder sich Grate bilden, werden diese gleich mit einem Schleifwerkzeug begradigt. Verbunden werden die Gleise mit den PECO Schienenverbindern, zum Isolieren nehme ich die Tillig TT Isolierverbinder.<\/p>\n<h1>Verkabelung<\/h1>\n<p>Alle notwendigen Einspeisungen f\u00fcr den Digital Strom und die R\u00fcck- und Belegtmelder werden von mir vor dem Verbauen der Gleis direkt an die Schienenprofile gel\u00f6tet. Dazu nehme ich eine Schwelle aus dem Band, auch das kann man sp\u00e4ter wieder einsetzen.<\/p>\n<p>Die Kabel sollte man schon weites gehend an die Entfernungen zum Decoder oder zum Stromverteiler anpassen, um nicht zu viele Zwischenverbindungen zu ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>F\u00fcr alles was mit Digital Strom und R\u00fcckmelden zu \u00a0tun hat, nehme ich eine 0,75 mm\u00b2 isolierte Zwillingslitze (Kupfer). F\u00fcr die R\u00fcckmelder trenne ich die Litze einfach in der Mitte.\u00a0\u00dcbrigens reichen\u00a0\u00a00,75 mm\u00b2 f\u00fcr meine Zwecke vollkommen, auch wenn oft 1,5 oder mehr empfohlen wird. Da ich aber keine dutzende Meter \u00fcberwinden muss, reicht auch weniger.\u00a0Eingespeist wird \u00fcbrigens ca. alle 1,0m oder je nach Situation. Gerade bei den R\u00fcckmelder Abschnitten kommen da mehrere Anschl\u00fcsse zusammen. Als Tipp: die Litze gibt es bei Reichelt und Co. f\u00fcr deutlich weniger Geld als im Modellbahnzubeh\u00f6r. Und ja, die ist genau so gut.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Rest, z.B. die Weichendecoder Anschl\u00fcsse nehme ich dann die\u00a00,25 mm\u00b2 oder 0,14 mm\u00b2 Litzen von Brawa.<\/p>\n<p>Ansonsten empfiehlt es sich, regelm\u00e4\u00dfig Verteiler zu setzen, um sich lange Kabelwege zu sparen. Bew\u00e4hrt haben sich bei mir die von wirklich g\u00fcnstigen von <a href=\"http:\/\/www.modellbahnshop-lippe.com\/produkt\/M%C3%A4rklin\/3-7-000-25795-0-0-0-0-0-3-0-gatt-de-w-0\/ein_produkt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M\u00e4rklin<\/a> inkl. den passenden <a href=\"http:\/\/www.modellbahnshop-lippe.com\/produkt\/M%C3%A4rklin\/3-7-000-25768-0-0-0-0-0-0-0-gatt-de-w-0\/ein_produkt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Steckern<\/a>.<\/p>\n<p>Alle Kabel werden an den Enden abisoliert, verdrillt und dann mit dem L\u00f6tkolben verzinnt, auch wenn ich diese sp\u00e4ter anl\u00f6te. Je nach Verbindung kommt dann ein Stecker oder L\u00fcsterklemmen aus dem Elektro Zubeh\u00f6r ran.<\/p>\n<h1>Segmentverbindungen<\/h1>\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte ich D-SUB Stecker und Buchsen zum Verbinden der Segmente verwenden. Meine Versuche aber zeigten mir, das mit den von mir verwendeten Kabel Durchmessern von\u00a00,75 mm\u00b2 es echt zu einer Qu\u00e4lerei wird, diese an die Kontake der D-SUB Sachen zu l\u00f6ten. Und bei 2 Steckern hatte ich auch gleich zwei Verbindungen, die einfach nicht leiteten. Und crimpen kam auch nicht in Frage, das Werkzeuge und die Stecker kosten ja nicht eben wenig Geld. F\u00fcr Profi Anlagen gewiss okay, f\u00fcr mich aber nicht.\u00a0Im Endeffekt habe ich dann steckbare <strong>L\u00fcsterklemmen<\/strong> genommen. Diese kosten auch nur einen Bruchteil der D-SUB Stecker.<\/p>\n<h1>Schaltpl\u00e4ne und Listen<\/h1>\n<p>Bevor ich mit der Verkabelung anfing, habe ich umfangreiche Kabel Planungen mit Hilfe von Wintrack erstellt. Das hilft ungemein, Kurzschl\u00fcsse und unn\u00f6tige Kabel zu vermeiden.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne drucke ich im Ma\u00dfstab 1:5 aus, das hilft bei der Erst Verlegung und bei der sp\u00e4teren Fehlersuche ungemein. S\u00e4mtliche Anschl\u00fcsse erhalten fortlaufen Nummern, um im Falle von Kurzschl\u00fcssen eventuelle Dreher noch beheben zu k\u00f6nnen. Ein wenig Spiel bei den Kabell\u00e4ngen sind auch ratsam, so sind sp\u00e4tere Korrekturen noch gut zu machen.<\/p>\n<h1>Decoder<\/h1>\n<p>Zu guter Letzt fehlen nat\u00fcrlich noch die notwendigen Schaltdecoder f\u00fcr die Weichen Antriebe und nat\u00fcrlich der R\u00fcckmelde Decoder mit Besetzt Erkennung. Da ich im Schattenbahnhof die PECO Antriebe verwende, habe ich den <a href=\"https:\/\/www.shop.qelectronics.de\/online-shop\/weichendecoder\/qdecoder-z1-16n-power-detail\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Z1-16N Power<\/a> von qdecoder im Einsatz. Die Antriebe werden mit einem separaten Trafo betrieben, da die PECO Dinger auch in der &#8222;sparsamen&#8220; Variante mal richtig Saft ziehen k\u00f6nnen. Zur Ansteuerung werden diese mit dem Digitalstrom verbunden. Die Anleitungen sind sehr gut und so konnte ich selbst als Anf\u00e4nger nichts falsch machen.<\/p>\n<p>Wichtig ist nur, das man beim Digitalstrom unbedingt auf die gleichen Kabel Belegungen achten muss! Ich habe den roten Ausgang (Zentrale bzw. Booster) entsprechend \u00fcberall markiert und immer an die selben Anschl\u00fcsse gelegt und den schwarzen Ausgang (Zentrale oder Booster) genau so! Das gilt auch die Decoder Anschl\u00fcsse. Nur so kann man Kurzschl\u00fcsse verhindern!<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Decoder (wie die Stromverteiler) habe ich auf die Ebene 0 Grundplatte geschraubt, die Kabel der Ebene 0 verlaufen aber alle unter der Grundplatte. So sollte ich sp\u00e4ter noch Fehler korrigieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h1>Weichendecoder<\/h1>\n<p>F\u00fcr die Weichendecoder habe ich mir dann eine einfache Regel erstellt, ROT f\u00fcr die gerade Richtung, GR\u00dcN f\u00fcr den Abzweig. Auf meiner IB Basic ist das ebenso bedienbar, das gibt Sicherheit \u00fcber die richtige Weichenstellungen.<\/p>\n<p>Sollte das Ganze beim Verkabeln vertauscht sein, kann ich es durch steckbare L\u00fcsterklemmen noch jederzeit unter der Anlage korrigieren.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckmelder<\/strong><\/p>\n<p>Als R\u00fcckmelder verwende ich den <a href=\"http:\/\/www.ldt-infocenter.com\/dokuwiki\/doku.php?id=de:rm-gb-8-n\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">RM-GB-8-N<\/a> von LDT. Dieser hat den Vorteil, das der isolierte Abschnitt mit Digital Strom versorgt wird, sobald eine Lok einf\u00e4hrt und das Gleis gleichzeitig als besetzt gemeldet wird. F\u00e4hrt die Lok \u00fcber die n\u00e4chste Trennstelle, wird das Gleis freigegeben und der Strom abgestellt. Das erh\u00f6ht die Betriebssicherheit und man die Abschnitte so lang machen, wie man m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Das war es erst einmal soweit, demn\u00e4chst bestimmt wieder mehr!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ein paar Wochen bin ich nun dabei, den geteilten Schattenbahnhof (3 Gleise und 2 Gleise) aufzubauen. In Folge dessen musste ich mich mit vielen neuen Dingen besch\u00e4ftigen. Und wenn <span class=\"readmore\"><a href=\"https:\/\/www.rhb-blog.de\/?p=693\">Weiterlesen\u00a0\u2026<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_crdt_document":"","jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":true,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[80],"tags":[],"class_list":["post-693","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-modellbahn"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7pPBj-bb","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/693","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=693"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/693\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2739,"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/693\/revisions\/2739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=693"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=693"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rhb-blog.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=693"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}