Zentrale und PC Verbindung

Diesen Monat bin ich schwach geworden und habe mir eine neue Digitalzentrale zugelegt. Mit den ROCO Mitteln bin ich leider schnell an Grenzen gestoßen. Nicht falsch verstehen, solche „Start“ Komponenten reichen für viele Dinge aus, aber neben der Nutzung eines PC’s ist für mich auch die automatisierte Abarbeitung von Abläufen ein Thema für die Zukunft.

Da ich aber auch preislich kein Harakiri machen wollte, habe ich mich wie bereits in meinen Blog geschrieben,  für die Uhlenbrock Intellibox Basic entschieden.

In der Packung befanden sich neben der Zentrale ein Loconet Kabel, eine CD mit den Treibern für die PC Steuerung sowie ein Handbuch.

Leider nicht dabei sind ein Trafo für die Stromversorgung und ein USB Kabel für den PC Anschluss. Als USB Kabel benötigt man für den PC in der Regel ein Kabel mit USB Stecker B auf USB Stecker A (USB 2.0). Ein normales Kabel reicht, vergoldete Anschlüsse sind albern und Abzocke!

Als Trafo verwende ich einen von Conrad, den ich zufälligerweise noch zu Hause rumliegen hatte. Meiner hat 80VA und 18V Wechselspannung. Laut Handbuch sind 52 bis 100VA empfohlen, wobei maximal 18V fließen dürfen. Ein Trafo mit 16V sollte also auch genügen.

Anschlüsse und Verkabelung

Die erste Verkabelung ging relativ schnell. Der Verpackung lag ein kleiner 6-adriger Adapter zum einfacheren Befestigen der Verbindungskabel bei. Also schnitt ich mir entsprechende Kabelstücken zu recht (ich verwende immer die Flachbandlitzen von Brawa) mit einem „dickeren“ Kabel, da in der digitalen Welt doch etwas stärkere Ströme fließen.

Als erstes habe ich mir eine Verbindung zum Conrad Trafo gebaut. Damit ich die Sachen auch mal bewegen kann, setzte ich in die Hälfte eine Steckverbindung (Stecker von BRAWA oder Steck Lüsterklemmen aus dem Elektrik Handel/Baumarkt). Daneben erstellte ich mir gleich die Kabel inkl. Stecker für die Gleisanschlüsse und das Programmiergleis.

Wichtig
Die Anschlussgleise müssen vollkommen stromtechnisch getrennt sein. Viele haben oft Gleichrichter Dioden aus der analogen Welt, diese müssen entfernt werden. Ansonsten kann es (wie bei mir passiert), sofort zu Kurzschlüssen am Gleisanschluss kommen. Ich hatte die Original Anschlussgleise aus der Bettungsserie von Tillig, die haben dummerweise solche Gleichrichter.
Des Weiteren solltet Ihr aufpassen, dass das Programmiergleis keinen elektrischen Anschluss an die anderen Gleise haben darf. Isolierungsverbinder sind hier Pflicht!

Der erste Schreck

Nach dem alles gelötet, gesteckt war konnte es losgehen. Aber dann der Schreck, nichts passierte! Auf dem Programmiergleis konnte ich meine Loks noch lesen und schreiben, aber auf der Fahrschiene tat sich nichts.

Nach einiger Suche fand ich dann die Lösung:

Bei vielen Multiprotokoll Decodern muss man die IB Zentrale Einstellungen anpassen, da diese werksseitig für die Märklin Systeme vorkonfiguriert sind. Die Einstellungen erfolgen dabei über die Sonderfunktionen in den Einstellungen (siehe Handbuch). Zu setzen sind:

  • Sonderoption 25 mit „1“ setzen
  • Sonderoption 907 mit „4“ oder „5“ (DCC!), siehe Handbuch

Nach einem „Neustart“ fuhren dann auch meine beiden Loks, die mit den Kühn N25 Decodern bestückt sind. Demnächst werde ich dann auch mal die ESU versorgten Loks testen.

Zu den weiteren Anschlussmöglichkeiten werde ich demnächst noch bloggen, da habe ich einiges vor.

PC Anschluss

Ein Highlight für mich ist aber die PC Steuerung. Von daher habe ich mir mein Notebook geschnappt und habe mich mit der CD der IB beschäftigt.

Folgende Schritte sind für den erfolgreichen Einsatz notwendig:

  • Installation der USB Treiber
    Zu finden auf der CD, für mein 64-Bit Windows habe ich die Treiber direkt von Uhlenbrock   geladen.Tipps
    In den Handbüchern und Anleitungen wird immer von den „USB-Loconet“ Treibern geredet, bei der 64-Bit Windows Variante nennt dieser sich unter Windows aber „Silicon Laboratories CP210x VCP“ Treiber. Diese sind aber identisch mit den USB-Loconet Treibern.Vor der Installation der Treiber meldet Windows, wenn Ihr die IB anschließt, immer erst einmal ein „Unbekanntes Gerät“, für welches keine Treiber vorliegen.

    Sind die Treiber installiert, trennt die USB Verbindung kurz.  Danach wird Windows die Treiber installieren.

    In der Systemsteuerung der Geräte könnt Ihr dann prüfen, welchen COM Port der Treiber besitzt. Bei mir war es COM4.

    Tipp
    Den Gerätemanager findet man unter Windows 7 und höher, in den man mit der rechten Maustaste im Windows Explorer auf den Eintrag „Computer“ klickt und dann dort auf „Eigenschaften“. Im nachfolgenden Dialog muss dann links oben auf „Geräte-Manager“ geklickt werden.

  • Der Treiber oben stellt erst einmal nur die Schnittstelle zum Bus der Zentrale (Loconet) dar. Damit man fahren, programmieren, steuern, rückmelden und automatisieren kann, braucht man noch eine entsprechende Software.

Software

Bei der Sichtung der entsprechenden Software fiel mir eins sofort auf, diese sind verdammt teuer! Es kann doch nicht sein, dass die Software teurer ist als die Hardware. Ich kann ja verstehen, dass man als Programmierer Geld verdienen will, und das auch bei kleinen Stückzahlen. Aber Preise weit  der 100€ sind einfach unverschämt! Ich hab das Gefühl, einige Hersteller orientieren sich bei den Preisen an potenten Abnehmern wie Schauanlagen, aber nicht am einfachen Kunden. Klar gebe ich mal 300€ für eine Lok aus, aber auch die ist noch billiger als die meisten Software Produkte hier.

Aus diesem Grund habe ich mich für die kostenlose Variante entschieden, Rocrail.

Rocrail und die ersten Schritte

Über die Einrichtung der Schnittstelle zur Intellibox hatte ich ja schon etwas geschrieben, nun gilt es eine Steuer  Software einzurichten und fit zu machen.

Den Download für Windows findet man hier, und ruckzuck ist das Programm auf dem Rechner installiert. Eine Step by Step Anleitung gibt es in Deutsch auf der Homepage, von daher spare ich mich hier weitere Details.

Hier nur ein paar Tipps:

  1. Die deutsche Sprache aktiviert man im Rocrail Viewer unter dem Menüpunkt „View“, dort dann „Language“ und „Deutsch“ auswählen. Danach muss das Programm neu gestartet werden.
  2. Das Programm besteht aus 2 Komponenten. Dem Rocrail Server und dem Rocrail Viewer (Rocview). Als Erstes sollte man im Rocrail Viewer die Digitalzentrale einrichten. Der Rocrail Server zieht von dort seine Einstellungen und nimmt damit dann auch mit der IB Basic Kontakt auf.Im ersten Schritt muss man einen Arbeitsbereich auswählen (Strg + w). Hier legt man eigentlich nur fest, in welchem Verzeichnis die Einstellungsdateien für das Programm und den Server abgelegt werden sollen. Hat man dies erfolgreich getan, kann man nun die Zentrale einrichten.

Einrichten der IB Basic

Zum Ende für heute möchte ich noch kurz zeigen, wie man die IBB Zentrale in Rocrail einrichtet.

Zu finden ist die Einrichtung im Menü des Rocrail Viewer unter „Datei“ und dann „Rocrail Eigenschaften“. Im folgenden Dialog findet man den Reiter „Zentrale“.
Hier kann man erst einmal alle Einträge entfernen. Danach dann mit Hilfe der Box „Neu“ den Wert „loconet“ und dann „Hinzufügen“.

Mit den Button „Eigenschaften“ werden dann die weiteren Einstellungen getätigt. Wichtig sind:

  • Reiter „Interface“
    Kennung: „IB-BASIC“ eingeben
    Gerät: Den COM Port aus der Treiber Installierung angeben!
    Baudrate: 115200 muss aktiviert werden
    Typ: ULNI muss aktiviert werden

    IB Basic einrichten
    IB Basic einrichten
  • Reiter „Options“
    Auf den Eintrag „intellibox“ in der Auswahlliste stellen.

    IB Basic einrichten
    IB Basic einrichten

Nun alles speichern und die Dialoge verlassen (OK Button).

Zum Aktivieren der Einstellungen nun alle Programme schließen (Viewer und Server).

Danach den Server neu starten lassen und danach den Rocview starten. Nun sollte die Zentrale erkannt werden. Mehr Infos gibt’s im Handbuch.

Soweit zum Thema für heute. Demnächst dann mehr mit Infos und Tipps rund um Rocrail.

2 Antworten auf “Zentrale und PC Verbindung”

  1. Guten Abend, Momentan bin ich in der Überlegungsphase. Jede Information in der Sache ROCRAIL nehme ich dankbar auf. M.E. ist der Aufwand anfangs
    entsprechend groß. Derzeit fahre ich Märklin Digital mit der 6021. Ein Voll-PC-Einsatz wird nicht angestrebt; Unterstützung nach Möglichkeit.
    Deine INFO ist gut.
    Freundliche Grüße Karl

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